Charkiw, 27. Mai 2009
Wer in Charkiw landet, der zweitgrößten Stadt der Ukraine mit rund 1,5 Millionen Einwohnern, den erwartet eine Stadt im Umbruch. Geschäftige Menschen eilen durch die Straßen, trotz der Wirtschaftskrise wird an vielen Ecken gebaut, und das Erscheinungsbild der Stadt hat sich in den vergangenen Jahren offensichtlich drastisch gewandelt. Viele Dinge, allen voran das große Lenin-Denkmal auf dem größten Platz der Stadt, erinnern auch noch an die Zeit, als Charkiw eine der größten Metropolen der Sowjetunion war. Dieser Eindruck verstärkt sich noch, wenn man das Stadtzentrum Richtung Westen, Richtung Kiew, verlässt. Über holperige Straßen geht der Weg vorbei an Plattenbausiedlungen aus sowjetischer Zeit, die sich abwechseln mit typisch ukrainischen Holzhäusern. Dahinter liegen kleine Äcker oder Gemüsegärten, davor stehen Ziegen auf der Wiese. Dazwischen viel Grün und vereinzelt alte Industrieansiedlungen und Werkstätten, viele davon nicht mehr in Betrieb. Doch noch ein Stück weiter ergibt sich plötzlich wieder ein ganz anderer Eindruck: Ein Schlagbaum öffnet sich und vor dem Besucher liegt eine große, moderne Industriehalle, das nagelneue Distributionszentrum des ukrainischen Family Leisure Club (FLC).
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